Topcaseträger Marke Eigenbau
Da die Suche nach einem geeigneten Topcaseträger erfolglos blieb, entweder zu globig oder zu dem Design der GTS nicht passsend, begann ich mir Gedanken zu machen wie ich einen Eigenbauträger aufbauen konnte. Zuerst kaufte ich mir ein Topcase hier war es die Marke Biefe. Damit erhielt ich gleichzeitig die Adapterplatte auf dem das Topcase einrastet. Dieser war für mich die Grundlage für die Trägerplatte. Gemäß der Adapterplatte wurde eine 5mm starke Aluplatte ausgeschnitten und mit den 4 Bohrungen zur Befestigung der Adapterplatte versehen. Die Bohrungen wurden auf der Unterseite der Grundplatte gesenkt und mit Edelstahlschrauben versehen. Auf der Oberseite wurden Vierkantmuttern eingesetzt, die genau in die Adapterplatte passten. Jetzt fehlten nur noch die 4 Befestigungsbohrungen für die Halter auf dem Heckbürzel der GTS.
Nachdem diese Arbeit erledigt war, wurden die Abstandshalter für den Heckbürzel zugeschnitten. Diese Abstandsbolzen (Abstandsröhrchen) werden nachdem die Gummiabdeckungen des Heckbürzels entfernt wurden über die Gewindebohrungen gesetzt. Die Langen nach vorne die Kurzen nach hinten. Die Gewindebohrungen sind bereits in der Halteplatte für die Sicherungen und Relais die unter dem Heckbürzel hängen standardmäßig eingebracht. Anschließend wird die Trägerplatte mit montierter Adapterplatte aufgelegt und durch die Abstandsbolzen hindurch mit der Halteplatte für die Sicherungen verschraubt.
Da mein Freund Volkmar, immer wenn er hinter mir herfuhr, grinsend von seiner Kawa abstieg, machte ich mir ernsthaft Gedanken, warum? Als ich ihn fragte antwortete er: "Dein Topcase wackelt wie ein Lämmerschwanz!" Da muß noch eine Verstärkung dran. Also gesagt getan! Die Frage wie diese zu befestigen sei löste sich recht schnell. Das Nummernschild hat eine Halteplatte und daran kann man eine Verstärkung montieren. Mit etwas Biegekunst, Schweißgerät und handwerklichem Geschick war diese schnell gefertigt, montiert und sorgte in Zukunft dafür, das erstens nichts mehr wackelt, zweitens das Topcase auch in vollbeladenem Zustand keinerlei Bewegung mehr auf die Halteplatte der Sicherungen überträgt.
  Superbikelenker
Da auf langen Touren mir immer wieder durch die Stummellenker die Handgelenke schmerzten, mußte ein Superbikelenker herbei. Nach einigen rescherchen im Internet und den darin enthaltenen Tips der GTS-Gemeinde entschloß ich mich für den Superbikeumbau der Fa. Rairotec. Dieser hatte den Vorteil das mit dem richtigen Lenker man nichts an der Verkleidungsscheibe ändern mußte. Über das GTS-Forum kam ich dann recht günstig zu einem solchen Teil.
Zuerst wurde die kpl. Frontverkleidung demontiert, so daß ich von unten an die untere Gabelbrücke kam. Auf der Oberseite wurde die Lenkkopfmutter (Nr.11) abgeschraubt, damit später Lenkplatte abgehoben werden konnte.
Nun wurden die beiden unteren Schrauben (Nr. 2) die über lange Stehbolzen (Nr. 10) die oberen Lenkerplatte mit der Gabelbrücke unten verbinden entfernt und die Lenkerplatte nach Trennen aller Verbindungen wie Kabelanschluß Zündschloß, Kupplung, Bremse, Gasgriff, und Schaltereinheiten nach oben abgehoben.
Anschließend nach dem die Lenkerplatte demontiert war mußte das Zündschloß ausgebaut werden. Achtung das Zündschloß ist mit Abreisschrauben befestigt, d.h. die Schrauben haben eine glatte Oberfläche und keinen Angriffspunkt für einen Schraubendreher. Entweder man muß sie mit einem Schraubenausdreher entfernen oder rausbohren. Ich habe mich fürs Rausbohren entschieden, klappte auch ohne Probleme.
Nach dem Einschrauben der Stehbolzen in die neue Superbikeplatte wurde das Zündschloß wieder befestigt und in umgekehrter Reihenfolge der ganze Kram wieder montiert.
Als nächstes wurden die Stehbolzen (Nr.10) aus der Lenkerplatte ausgeschraubt und in die Superbikeplatte mit Loctite mittelfest versehen, eingeschraubt.
Die Lenkopfmutter wurde wieder aufgeschraubt und mit dem vorgegebenen Anzugsdrehmoment festgezogen. Der Lenker (ich habe den LSL L01 verwendet, erspart mir unnötiges Gefummele an der Verkleidungsscheibe) wurde wieder montiert und wieder mit allen Anbauten versehen, aber bevor die Gaszüge wieder montiert werden müßen diese etwas anders als vorher verlegt werden da sie sonst zu kurz sind - wie das geschehen muß seht ihr auf den 2 Bildern. Jetzt noch den Lenker und die Armaturen ausrichten, alles festschrauben und einem völlig neuen Fahrgefühl steht nichts mehr im Wege. Ihr werdet euch wundern wie anders sich die GTS um die Ecken bewegen läßt.
  Gasgriff-Feststeller
Je älter man wird :-) desto bequemer wird man!
Zufällig stieß ich auf die Möglichkeit einen mechanischen Gasgriff-Feststeller an meine GTS anzubringen. Ich nutzte die Möglichkeit und habe mir einen besorgt und montiert. Das Teil ist unauffällig aber in seiner Wirkung einfach genial und vor allen Dingen Idiotensicher ohne viel Gefummel und akrobatische Fingerübungen zu bedienen.
Die erste große Bewährungsprobe kam auf der Nordkapptour von Volkmar und mir im Jahr 2003. Auf den langen Etappen durch die Wildnis sind wir teilweise Kilometer um Kilometer freihändig, mit dem Rücken gegen die Gepäckstücke gelehnt dahingefahren. Man kann sich während der Fahrt die Gashand mal ausschütteln oder die Jacke öffnen und schließen und, und, und. Wie das Ding montiert wird, und wie es funktioniert könnt Ihr auf der
PDF-Datei und in dem Filmchen sehen.

Falls Ihr Interesse an einem Gasgriff-Feststeller habt könnt Ihr ihn über mich beziehen. Kurze e-mail an
arno@flammersbaer.de reicht.
  Spiegelumbau
Durch den Umbau auf Superbikelenker verringerte sich die ohnehin schlechte Rücksicht mit den Orginalspiegeln nochmals drastisch, so daß es zwingend erforderlich wurde mir etwas einfallen zu lassen. Die Spiegel der BMW R1100S schienen mir geeignet, und mein ehemaliger BMW-Händler hatte auch einen Satz übrig. Ich bekam sie sehr günstig, 2 Stück zum Preis von Einem.
Die orginal Spiegel wurden demontiert, geht ganz einfach, da sie so aufgebaut sind, das man sie abknicken kann. Zuerst wurden die linke und rechte Seite der Instrumentenverkleidung entfernt. Anschließend die 3 Schrauben an dem die Spiegel befestigt sind. Achtung das innen die Gegenplatte nicht runterfällt. Die Grundplatte der Orginalspiegel wurde als Anrisszeichnung auf eine 5mm Aluplatte übertragen. Und diese dann ausgesägt und für die BMW-Spiegel Grundplatte ausgefräst.